Segelschulschiff Deutschland

  • In meinem Sommerurlaub war ich zum Abschluss mit der Family noch in Bremen. Auf dem Rückweg vom Auswandererhaus Bremerhaven bin ich von der Autobahn runter und habe mir mit meiner Tochter das Segelschulschiff Deutschland in Bremen Vegesack angeschaut.
    Da es bald 20:00 Uhr war, konnten wir nur noch aussen schauen.


    Bevor es Fotos gibt erstmal ein bischen Geschichte:


    Am 14.Juni 1927 lief auf der Tecklenborg-Werft Geestemünde (dem heutigen Bremerhaven) das Schulschiff Deutschland vom Stapel.
    Die Deutschland wurde vom Deutschen Schulschiff- Verein (DSV) beauftragt. Sie war das 4.Schiff des Vereins und sollte der Ausbildung von Offizieren und Matrosen der Handelsmarine dienen.
    Der Verein betrieb noch die beiden Vollschiffen „Großherzogin Elisabeth“ (heutige franz. „Duchesse Anne“) und der „Prinzeß Eitel Friedrich“ (heute die poln. „Dar Pomorza“) und der Bark „Grossherzog Friedrich August“ (der heutigen norw. „Staatsraad Lehmkuhl“). Da nach dem Ende des 1.Weltkrieges der Verein die Prinzeß Eitel Friedrich und die Großherzog Friedrich August als Reparationen abgeben musste, benötigte der Verein ein zusätzliches Schulschiff.
    Die Deutschland führte den Zusatz Schulschiff immer als offiziellen Teil des Namens, da Deutschland bereits reserviert war für das geplante, aber nie gebaute Panzerschiff Deutschland reserviert war.
    Das Schulschiff Deutschland hatte eine Länge über alles von 88m, eine Breite von 12m und einen max Tiefgang von 5m18. Die Vermessung belief sich auf 1267 BRT / 769 NRT.
    Als Mannschaft fuhren 8 Offiziere, 10 Unteroffiziere und 140 Mannschaften auf der Deutschland.
    Sie ist als Vollschiff mit 3 Masten getakelt. 25 Segel konnten gesetzt werden, was der Deutschland eine Segelfläche von 1950 m² gab. Dadurch konnten max. 16kn unter Segel gefahren werden.
    Heimathafen war entgegen der anderen Schiffe des DSV nicht Oldenburg, da das Schulschiff Deutschland einen zu großen Tiefgang hatte, dadurch wurde sie in Elsfleth an der Weser beheimatet.
    In den Wintermonaten wurden Ausbildungsfahrten in den Atlantik (Afrika und Karibik) unternommen, im Sommer ging es in die Nord- und Ostsee.
    Nach Kriegsausbruch wurden nur noch Törns in der Ostsee unternommen. Heimathafen wurde Swinemünde. 1944 wurde sie als Lazarettschiff nach Lübeck verlegt. Dadurch wurde sie nicht als Reparation abgegeben.
    Insgesamt gab es 12 Überseefahrten und 17 Törns in die Nord- und Ostsee.
    1946 wurde sie nach Cuxhaven verlegt, um als Wohnschiff für die German Minesweeping Administration (GSMA) zu dienen.
    1947 mit dem Ende der GMSA war die weitere Nutzung erstmal unklar.
    Um einer Auslieferung an Großbritannien zu entgehen wurde die Deutschland am 22.Juli 1948 nach Bremen verlegt und bis Juli 1952 als Jugendherberge genutzt.
    Am 27.Februar 1950 gab die britische Militärregierung die Deutschland an den DSV als Eigner zurück.
    Man bemühte sich wieder den Ausbildungsbetrieb schnellstens aufnehmen zu können.
    Der Verein und die Hansestadt Bremen finanzierten die Überholung der Deutschland, sodass im April 1952 die Kleine Weser bei Wolmertshausen in Bremen fester Liegeplatz wurde, und der reguläre Ausbildungsbetrieb mit 18 jungen Männern begann.
    Allerdings wurden nun keine Schiffjungen mehr ausgebildet, sondern Offiziersanwärter.
    Ausbildungsfahrten wurden keine mehr durchgeführt, aber die gesetzliche erforderliche Praktische Vorausbildung wurde durchgeführt.
    Der Verein war nicht mehr in der Lage Ausbildungstörns durchzuführen. In den 1960ern versuchte man noch mit der Seute Deern (liegt im Museumshafen Bremerhaven) solche Törn anzubieten und auch das Schiff als Trainingsschiff an den Deutschen Lloyd zu verchartern, was aber nicht funktioniert und in einer Änderung der Ausbildungsordnung endete.
    1972 wurde dann auch der stationäre Ausbildungsbetrieb auf dem Schulschiff Deutschland eingestellt.
    Nach einem Umbau diente Sie dann als Internat und Ausbildungswerkstatt genutzt.
    1995 wurde dann die Deutschland als schwimmendes Kulturdenkmal anerkannt.
    1995/96 wurde das Schiff für 5,5 Mio DM auf der Vulkanwerft wieder in Stand gesetzt und an den jetzigen Liegeplatz an der Nautischen Meile in Bremen Vegesack verlegt.
    2002 endete der Internatsbetrieb für Auszubildende zum Schiffsmechaniker, die in Vegesack in das Schulzentrum an der Kertschensteiner Strasse gingen.
    Seitdem betreut der Verein das Schiff und nutzt es für Seminare, Ausstellungen, Hochzeiten und als Hotel.
    2014 erfolgte die aktuell letzte Sanierung des Schiffes.


    www.segelschulschiff-deutschland.de


    Aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“

  • wie versprochen:








    Aga


  • Was macht die Familie, wenn du schwelgst?

    Meine Tochter hat mitgeschwelgt. Mein Jüngster sass im Auto wollte lieber mit dem Tablet spielen, Meine Frau schlief...


    Danke das Euch die Bilder gefallen.


    Aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“

  • Die Stammbesatzung der GoFo übt jetzt erstmal auf der Deutschland weiter.
    Guckst du.
    Auch wenn der Artikel aus einem Boulevardblatt stammt, das ich sonst nicht mit der Kneifzange anpacke...


    Aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“