HMS Wolf 1:96, ein Papiermodell von Shipyard

  • Ahoi Seeleute


    Vielen Dank für die Erläuterungen zu den"Ringen". Und, ja @AnobiumPunctatum, ich habe die Lafettenauflage (Trunnion) unterhalb der Mitte gebohrt. Beimersten Experimentier-Rohr nicht absochtlich, aber aufgrund Deiner Anmerkung, habe ich die Lächer bei allen anderen dann absichtlich exzentrisch gebohrt!


    @oeli: Ja, ich wollte die Rohre selber machen. Es gäbe wohl im Zubehörhandel passende Geschützrohre. Es gibt sogar einen Kanonenrohr.Satz passend zu diesem Modell mit Rohren die aus Messing gedreht sind. Ich bin ja nicht unbedinge ein 100%iger Karton-Fetischist, aber Messing-Kanonen auf ein Kartonmodell ist für meinen Geschmack irgendwie overkill. Da ist ja ein Geschützrohr schwerer als das ganze restliche Modell :lol
    Nein, ernsthaft. Bei solchen Teilen packt mich auch irgendwie der Ehrgeiz, sowas selber einigermassen nett hin zu bekommen...


    Am WE sollte es mit den Lafetten weiter gehen, bis dann
    freundliche Grüsse
    Peter

  • Ahoi Seeleute


    Tja, erstens kommt es anders....
    Ich habe zwar etwas an den Lafetten gewerkelt, aber die Arbeit gründlich unterschätz. Es wird noch etwas dauern, bis es sehenswerte Baufortschritte gibt.
    Zumal ich diese Woche bis spät in den Abend an einer Messe bin und nächste Woche meine lange verdrängte Fuss-OP ansteht.
    Also müsst Ihr Euch noch etwas gedulden, bis es weiter geht.


    Freundliche Grüsse
    Peter

  • Der Mann wird doch wohl nicht schwächeln? Eine Fuß-OP ist kein Grund, um nich weiter an den dringend benötigten kleinen Einheiten seiner Majestät zu arbeiten... :D


    Gute Besserung und toi, toi, toi

    Gruß Christian


    In der Werft: Papegojan, 1/72 von Shipyard
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • Und mit den Füßen baust du doch nicht, oder?
    Gute Gelingen bei der OP.


    Aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“

  • Vielen Dank für die guten Wünsche!
    Die Messe ist mehr oder weniger erfolgreich (wird sich ja erst im Laufe der Zeit wirklich zeigen) zu Ende gegangen. So, dass ich heute voller Vorfreude wieder an meine Geschütze ging. Nur merkte ich schnell, dass ich zu nervös bin wegen der bevorstehenden OP.
    OK, Ihr werdet jetzt denken, was das für ein Jammer- und Waschlappen ist. Recht habt Ihr. Muss aber noch anfügen, dass meine letzte OP ziemlich genau 49 Jahre zurück liegt....Der geneigte Leser hat richtig gerechnet, da war ich zarte 9 Monate alt....


    Hier aber mal noch was zum Gucken:


    Die Lafetten baue ich aus dem LC-Satz. Ein weiteres Mal muss ich feststellen, dass der Karton für die LC-Teile nicht wirklich geeignet ist, die Kleinsten Teile spalten bereits beim Heraustrennen aus der Platine. So langsam verstehe ich den Verlag, wenn er vom Kauf des Detailsatzes, der ja nicht von Shipyard ist, abrät. Wobei ich im Falle des Spantegerüstes sehr dankbar war darum.



    Die Lafetten versehe ich nicht wie in der BA vorgesehen mit zwei, sondern mit gesamthaft fünf Augbolzen, für das Broktau, die Taljen des Geschütztakels und für das Rückholtakel.
    Zum Schluss werden die Räder angebracht und das Geschützrohr aufgesetzt.
    Die ersten beiden fertigen Kanonen sehen nun so aus.



    Und an Bord, probegestellt so.




    Euch allen eine schöne Woche und bis zum nächsten Mal!


    Freundliche Grüsse
    Peter

  • Sieht klasse aus!
    Dazu kommt ja noch der Maßstab, die sind ja nicht gerade groß ;)
    Da finde ich es immer erstaunlich, wie toll werden.


    Und wegen der OP. Nichts Jammerlappen, man darf da gewiss auch aufgeregt sein. Ist ja nicht alltäglich, aber es wird alles gut. :)


    Gruß
    Oeli

  • Ahoi Seeleute


    Vielen Dank Speedy und Oeli, sowie den Däumchendrückern!
    Die OP ist überstanden und verlief problemlos. Nuir der Gedanke noch bis Dienstag im Krankenhaus-Bett zu liegen ist ein bisschen gruselig.


    Bei der WOLF wird es aber auch danach etwas gemächlicher voran schreiten.
    Im benachbarten Karton-Forum hat wieder der Wettbewerb angefangen und ich beteilige mich dort. Mein Beitrag stammt auch aus "unserer" Zeit, aber wie das Reglement richtigerweise vorschreibt, darf man dieses vor Ablauf der Wertung nicht auf anderen Plattformen zeigen.


    Wer dennoch zuschauen möchte ist natürlich herzlich eingeladen. Klickediklack
    Aber da ich genügend Zeit für dieses Modell habe und ich am Wölfchen den Narren gefressen habe, werde ich auch hier immer mal wieder weiter bauen.


    Euch allen ein schönes Wochenende und bis demnächst
    Peter

  • Sieht spannend aus das Schiff. Da es bei den Flussfrachtseglern nicht auf Speed ankommt und meines Wissens nur Strom ab gesegelt wurde, reichte ein Mast.
    Drücke die Daumen für den Wettbewerb.


    Aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“

  • Von mir ebenfalls gute Besserung, auf dass Du pünktlich in die Freiheit entlassen wirst und Deine Projekte verfolgen kannst.


    Dein Wettbewerbsprojekt sieht ja sehr schnittig für einen Frachtkahn aus. Ich drück Dir die Daumen für den Wettbewerb.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Vielen Dank Oeli, Aga und Speedy!


    Ahoi Seeleute


    Mittlerweile habe ich die Kanonenbatterie fertig. Total 10 Lafetten, ausgerüstet mit den 5 Augbolzen, 3-Pfund-Geschützrohr angebracht und zur Probe an Bord gestellt. Das war mehr Arbeit als gedacht, aber mir gefällt's!





    Weiter wird es dann mit der Takelung der Geschütze gehen.


    Bis demnächst
    Peter

  • Da hat Dein Wolf schöne Zähne bekommen.


    Aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“

  • Ahoi Seeleute


    So, die Pause ist vorüber, ich hoffe, es haben schon wieder alle Platz genommen, bitte schnallen Sie sich an, stellen Sie das Rauchen ein und schalten Sie die Handys auf Flugmodus....oder so.
    Und weiter geht es mit....einer Frage an die Experten... :D
    (Für alle anderen, Ihr könnt Euch wieder entspannen, es gibt noch nichts zu sehen... ;( fie )


    Ich wollte nun die Kanonen takeln. Aber irgendwie ist da etwas wenig Platz zum einen, zum anderen empfinde ich die 2mm. Blöcke als völlig überdimmensioniert. Ich habe Euch auf dem folgenden Foto mal zwei 2mm Blöcke neben das Geschütz gelegt, zum Vergleichen...



    Mondfeld zeigt ein Brooktau (1), zwei Kanonentakel (2) von der Lafette zur Bordwand mit jeweils einem Haken an den Enden, die in die Augbolzen eingehängt werden. Anderseits eine Talje als Rückholtakel (3), das ebenso jeweils mit einem Haken an einem Augbolzen an Deck, bzw. an der Lafette eingehängt wird.



    Wäre das Geschütz nicht ausgefahren, dann wäre es so weit hinten wie auf diesem Foto.



    Dahinter müssten also noch zwei Blöcke und ein Haken Platz finden....das geht wohl bei den bieden Kanonen in der mitte des Schiffes. bei den vorderen und hinteren sehe ich da keine Chance. Auch sonst sind das ja stolperfallen vom feinsten...


    Wie soll ich also vor gehen? In diesem Mst. erscheint mir die vollständige Takelung von diesen Kanonen, wir sprechen von 3-Pfündern, also besseren Spielzeugen, als too much. Ich erwäge viel eher, das Rückholtakel etwas kürzer als es sein sollte zu machen und auf die beiden Kanonentakel ganz zu verzichten zugunsten der besseren Optik der Kanonen in diesem Massstab.
    Oder doch nicht? Kommt eine Voll-Takelung der Geschütze besser rüber? Oder soll ich gar auch auf die Rückholtakel verzichten und nur die Brooktaue anbringen? Ich befürchte einfach, dass ich mit einer Volltakelung der Geschütze optisch buchstäblich über das Ziel hinaus schiesse...


    Aber vielleicht habt Ihr ja den Ultimativen Tipp für mich?


    Ich danke Euch schon im Voraus für's Mitdenken ;)


    Freundliche Grüsse
    Peter

  • Schwierig.
    Insgesamt habe ich das Gefühl das da nicht alle so ist wie es sein sollte.
    Der 2mm Block sieht echt zu groß aus.
    Alle Takel anschlagen wird in Deinem Masstab zu viel, da würde ich die Brocktaue machen und gut is‘.
    Aber im Reallife sehe ich die Position der Kanonen als nicht richtig an. So na bei den Nagelbänken des Mastes, würden sich alle im Weg rumstehen....
    Ich habe aber keine Idee wie es anders sein müsste. War die Stückpforte.eventuell leer?


    Aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“

  • Dahinter müssten also noch zwei Blöcke und ein Haken Platz finden....das geht wohl bei den beiden Kanonen in der mitte des Schiffes. bei den vorderen und hinteren sehe ich da keine Chance.

    Diese Aussage verstehe ich nicht. Meinst du das vielleicht genau umgekehrt? In Bezug auf die Geschütze, die auf Höhe des Großmastes stehen, also von vorn gezählt Stückpforte Nummer 4, könnte man kritisch werden, ja. Aber selbst da sehe ich das nicht so streng. Es ist ein Irrglaube, anzunehmen, dass die Öffnungen der Kanonen beim Laden deutlich binnenbords sein müssten. Es reichte, wenn sie soweit zurück geholt wird, dass der Loader ohne größere Akrobatik Kartusche, Kugel und Wergpfropf in das Rohr stecken und mit dem Ladestock feststopfen konnte. Dabei hing er auch schon mal leicht aus der Stückpforte heraus und musste nur aufpassen, den Ladestock nicht fallen zu lassen, ansonsten gab es Ärger.
    Zum Thema Stolperfallen: Das ganze Deck eines Kriegsschiffes war eine einzige Stolperfalle, wenn man sich die Sache mit den heutigen Maßstäben betrachtet. Aber die Seeleute kannten ihr Schiff und alles, was sich da auf Deck befand.
    Das Rückholtakel war auf Fahrt, also außerhalb einer Gefechtssituation, nicht eingehängt, insofern reduzierte sich die Stolpergefahr auf den im Deck eingelassenen Augbolzen.


    Zur Blockgröße: Du zeigst zwei 2mm-Blöcke die aber unterschiedlich groß ausfallen, wie das? Als ich damals meine Papegojan baute, genau wie deine Wolf in 1:96, habe ich mal probeweise eine Kanone in einer selbst gebauten Battle Station komplett getakelt, und zwar kontinental, also sogar mit zwei Rückholtakeln. Zwar habe ich mich bei der Papegojan dafür entschieden, nur die Brooktaue anzubringen, aber ich würde das heute anders machen, also komplett takeln. Hier mal die Fotos meiner kleiner Kanone, ich habe damals die 2mm-Shipyard-Blöcke eingesetzt und finde, dass das richtig gut aussieht.



    Natürlich kann es auch sein, dass einzelne Stückpforten leer blieben. Das war durchaus nicht ungewöhnlich, wenn bestimmte Besonderheiten des Schiffes dieses als zweckmäßig erachten ließen. Du wirst dich erinnern, dass wir eine Diskussion dazu bei Fritzens Bombenketsch hatten. Aber üblicherweise lässt kein Modellbauer eine vorhandene Stückpforte leer - sieht ja irgendwie blöd aus. :D
    Die Nagelbank stört auch nur scheinbar: Der Augbolzen zum Einhängen der Rückholtalje sitzt irgendwo unter der Nagelbank. Die das Geschütz ziehenden Seeleute stehen eben neben der Nagelbank; die Zugrichtung wird von der Position des Augbolzens bestimmt, insofern passt das schon.


    Also, mit Blick auf meine damalige Versuchsanordnung im selben Maßstab und im Wissen um deine exzellenten Fähigkeiten lautet meine Empfehlung, mal probeweise eine komplette Kanonentakelung herzustellen. Und sollten dir die Blöcke zu fett sein, guckst du dir bei Gnost (Ludwig) die Darstellung von Blöcken im kleinen Maßstab ab. ;) Aber Kanonen ohne Takelung sehen irgendwie... unvollständig aus.

  • Hallo Aga und Bonden


    Danke für Eure Statements.
    Die Blöcke sehen auf dem Bild unterschiedlich gross aus, da es sich, wie im Mondfeld vorgesehen jeweils um einen 1-Schibigen und einen 2-Scheibigen Block handelt.
    Ich werde wohl mal ein Geschütz Probetakeln und dann schauen, wie's aussieht.


    Freundliche Grüsse
    Peter

  • Wenn man zum Größenvergleich die Räder der Laffette heranzieht, ist zumindest der 2-scheibige Block sehr... wuchtig?
    Auf dem Foto sieht das für mich so aus, als wäre er so groß wie das hintere Rad der Lafette.
    Vielleicht als Kompromiss nur die Ein-scheibigen?