HMS MERCURY, Fregatte der Enterprize-Klasse, 1:72, Shipyard

  • Viel zu schön um als Artillerieziel zu dienen. Aber, naja. Wie pflegte Aubrey da zu kommandieren: Einzelfeuer, genau zielen!



    Cheers Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Schön, dass es euch gefällt. :)


    Die Marsplattformen habe ich jetzt zwar noch nicht fertig, aber doch weiterentwickelt. (Fertig sind sie ja erst, wenn der ganze Kram für stehendes und laufendes Gut und so dran ist.) Aber ich hatte Spaß! Weiter oben hatte ich ja den damaligen Arbeitsstand gezeigt und angekündigt, da farblich nachzubessern. Zuerst einmal mussten aber die Rippen angebracht werden. Und da gab es wieder einen kleinen Intelligenztest von Shipyard. Zum einen muss man das einfach wissen, dass auf die Plattformen diese Rippen draufmüssen und man muss auch wissen, welche Teile das sind - sowas muss ja nicht in der Bauanleitung stehen. :re: Zählt man dann auf dem betreffenden Bogen nach, stellt man fest, dass je Plattform 22 Rippen vorhanden sind, aber es gibt nur jeweils 20 vorgegebene Stellen dafür:


    Kurz nachgedacht und geschaut, und dann hat man's - jeweils die längsschiff mittig sitzenden Rippen sind doppelt vorhanden, obwohl sie nur einmal gebraucht werden. :idea:



    Also, liebe Nachbauer: Wenn ihr da Mist baut, dann am besten mit genau diesen zwei Teilen - dann habt ihr einen weiteren Versuch. :D


    Laternen hat mein Schiff auch. Drei an der Zahl. Nun wissen wir hier im Forum ja alle, dass davon zwei ans Heck kommen und eine auf die Mars des Großmastes. Wer das aber nicht weiß, sucht sich in der Bauanleitung einen Wolf, :lupe: und das völlig umsonst - da ist Shipyard eisern, das fällt unter Datenschutz oder so. :re:


    Ich habe erst mal eine Laterne gebaut, um zu schauen, wie das so klappt.
    Die Einzelteile sind schnell gefunden dank meiner Excel-Tabelle.


    Die sechs Scheibenelemente sollen mit Folie hinterklebt werden. Im Gegensatz zu den Fensterscheiben in den Schotts und in der Heckgalerie sind hier keine vorgestanzten Stücke, sondern ein größeres Stück fester Folie im Bausatz. Ihr seht ja, wie recht filigran die Rähmchen sind. Kurz nachgedacht, dann hatte ich eine vermeintlich tolle Idee: Mittels kleinster Tupfer Ponal Turbokleber kamen die Rähmchen auf die Folie und wurden dann nach kurzer Trockenzeit fein sauber ausgeschnitten. Meine Scheiben waren "verglast", und die Teile hatten mehr Stabilität für den Zusammenbau.


    Dann aber schlug die Chemie zu. Offenbar ist im Ponal Turbokleber ein Stoff, der sich mit der Folie nicht so gut verträgt. Aus meinen durchsichtigen Glasscheiben wurden plötzlich trübe, fleckige Glasscheiben. Der Witz war, dass der Effekt erst nach ein paar Minuten eintrat - da war das Laternchen schon fast komplett zusammengebaut.
    Erst habe ich mich geärgert, aber so im Nachherein denke ich, dass das so schlecht gar nicht ist: Die Qualität des Alltagsglases zur damaligen Zeit war lange nicht so hoch wie heute. In der Laterne blakte eine rußende Kerze. Also erscheint es gar nicht so abwegig, dass die Scheiben alles andere als klar waren - wichtig war nur, dass genug Licht durchkam, um anderen Schiffen des eigenen Geschwaders nachts die Position anzuzeigen.


    Dennoch werde ich bei den nächsten beiden Laternen einen anderen Kleber probieren und das ganze erst mal testen, bevor es an die Echt-Teile geht.


    So, hier dann noch die gepönten Marsplattformen und die vorbereiteten Stufen für die Fallreepstreppen.

  • Heute wurden die Stufen der Fallreepstreppen angebracht.



    Außerdem waren ja noch die Kranbalken anzubringen. Das hatte ich mir noch aufgespart, da so vorstehende Teile ja immer gern mal abgerissen werden beim Bauen - aber irgendwann müssen sie ja mal ran. Außerdem hatte Shipyard hier auch wieder ein kleines Unterhaltungselement eingebaut.
    Hier der kranbalkenlose Zustand.


    In Bild 2 und 3 halte ich die Stütze und den Kranbalken an die Stelle, wo sie hinsollen.

    Man sieht schon den Systemfehler: Der Kranbalken wird hauptsächlich zum Katten des Ankers benötigt; da hängt also schon ein ganz gewaltiges Gewicht dran. So etwas pappt man mal nicht eben nur an zwei dünnen Zierleisten, nein, das wird fest und eng am Rumpf befestigt!
    Also mussten die Zierleisten vorsichtig und passgenau aufgeschnitten werden:


    Dann jeweils Kranbalken mit Stütze verbinden, die Stütze am unteren Ende noch etwas einkürzen, da sie sonst zu lang gewesen wäre, und dann anbringen.


    Voilá! Fertsch, wie der Sachse sagt! :D

  • Die neuen Lasercutbausätze sind, wenn sich ein Meister seines Fachs ihrer annimmt, ihr Geld absolut wert. Großes Kino, Bonden.
    Glaubst Du, dass man auf Grundlage der Papiervorlage (ich meine die 1/96 Bögen) ein Modell aus Holz nachbauen kann?

    Gruß Christian


    In der Werft: HMS Triton, 1773
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • Dear Mr. Bonden, ich glaube, die doppelten Rippen entstanden einfach, weil in der Vorlage der Lasercutdatei diese gespiegelt und somit verdoppelt wurden. Da muss dann halt was zu viel sein...


    In jedem Fall hat es aber die wundervolle Qualität der vorgestellten Arbeit in keinster Weise beeinflusst, im Gegenteil, der Bericht wird immer interessanter.

  • Aye, Bonden,


    sieht ja richtig prächtig aus Deine Lady!!


    Ich mache bei meine Holzdingern, auf Grund schlechter Erfahrungen, so, daß ich die Kranbalken mindestens bis ins Deck hinein führe. ANsonste waren die meistens irgendwann ab!


    Cheers ANgarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Hallo Bonden,


    da bin ich also! Werde in den nächste Tagen versuchen mienen Bericht der Revenge hier von Anfang an hier einzustellen. Glücklicherweise habe ich beim letzten Berich begonnen meine Beiträge vorzuschreiben, sodass die Wiederherstellung nicht zu schwer sein dürgfte. Leider fehlen aber Deine Kommentare.


    Gruß
    Fritz

  • Ahoi allerseits,


    ihr seht hier im Werftbereich einen neuen Thread mit meinem kompletten Baubericht. Das hat Ursachen - die "Älteren" kennen diese: Ich hatte meinen BB früher im nicht mehr existierenden B&C-Forum. Als abzusehen war, dass dort werfttechnisch bald Schluss sein würde, suchte ich mir eine neue Heimat für mein Modell, denn mir war es wichtig, weiterhin Feedback von Gleichgesinnten zu erhalten. Dies fand ich anfangs bei kartonbau.de. Der Wohlfühlfaktor dort war leider nicht allzu groß, so dass ich erneut auf Wanderschaft ging und einen neuen Hafen bei kartonist.de fand. Leider gehen offensichtlich auch dort bald die Lichter aus. Also habe ich mich entschlossen, meinen kompletten, neu zusammengefassten Bericht aus den Fragmenten von drei Foren hier, in unserer, in meiner neuen Forumsheimat einzustellen. Nicht zuletzt haben wir hier sehr bewusst auch einen Werftbereich eingerichtet, um genau das möglich zu machen. Und mit meiner Fregatte aus der Nelson-Zeit hoffe ich, euch allen eine Freude zu machen. :wink1:


    Eure Meinungen, Kritiken, Anregungen und anderes könnt ihr also ab sofort im neuen Mercury-Thread posten. Vielen Dank für eure bisherigen Rückmeldungen hier, und ich freue mich weiterhin auf eure Beiträge - ab sofort im neuen Thread. Danke! Hier mache ich dann dicht. ;)


    P.S.: Dreimal umgezogen ist wie einmal abgebrannt, sagt man. Meine Mercury ist jetzt dreimal umgezogen - zum Glück ist das einzige Feuer, das dabei brennt, jenes in mir, welches mich weiterhin antreibt, diesen tollen Bausatz zu einem wunderschönen Modell werden zu lassen. :sun:

  • Bonden

    Hat das Label Abgeschlossen hinzugefügt