Kleines Expeditionschiff (Golden Hind ?) nach Plänen von Hoeckel

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    • @ Aga Da bei uns inzwischen die Kinderzimmer schon lange einer neuen Nutzung zugeführt worden sind und die Enkelgeneration ein und aus geht haben sich diverse neue "Liegeplätze" für die Schiffe ergeben. Außerdem ist Madam als sehr versierte Stickerin und Schneiderin deutlich an der unterzubringenden Produktion von Handarbeiten beteiligt. Ergo besteht hier auch kein Tolerierungsproblem, zumal Madam letzlich sagte, daß sie meine Schiffe sehr mag.

      Angarvater

      P.s. den ursprünglich geplanten Bau der Gorch Fock 2 in 1:60 habe ich unter Anderem der Größe wegen erstmal zurückgestellt. Das Schiff würde gut und gern 1,4m lang werden. Allerdings hat Mylady dazu gesagt: Bau doch das Schiff, wenn Du Spaß daran hast. Wir kriegen den Kahn schon unter. :) :) :)
      To the optimist, the glass is half full.
      To the pessimist the glas is half empty.
      To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Angarvater ()

    • Lord Croidon schrieb:

      Und das bei meiner Frühkindlichen "Sir Francis Drake Schädigung".
      Und was nennen Mylord eine frühkindliche "Sir Francis Drake Schädigung"?

      Ha! Stellt Euch vor, Lord Croidon Ihr hättet einen Hamburger zum Vater der anglophil durch und durch ist, und in diesem Zusammenhang wichtiger, einen Großvater der aus einer alten hannöverschen Familie stammt, und von Beruf Bildhauer und Steinmetz, viele Jahre vor 1914 an der Gestaltung und Restauration englischer Schlösser und Kirchen gearbeitet hat. Insbesonders an denen die der Familie des Duke of Cambridge, der ja auch Schirmherr des von Preußen besetzten Königreich Hannovers war, gehören.

      Dazu eine kleine Anekdote (belegt). Wenn der Duke of Cambridge in Hannover war ging er gern die Georgstraße entlang um dort in ihm sehr genehmen Gaststätten einzukehren oder in die Oper zu gehen. Und er schlenderte gern am Sonntag diese Straße entlang und genoß die vielen Honneurs der dort auf dem "Schorsenbummel"Flanierenden, die ihn natürlich sehnsüchtig erwartet hatten. Seine Anwesenheit in der Stadt wurde schließlich in den Gesellschaftsnachrichten der hannöverschen Zeitungen bekannt gemacht. Das wußten natürlich auch die Jungens. Sie hatten einen Reim von altersher für Cambridge den sie ihm zuriefen. Und der ging so: "Itsche, Pitsche, Pritsche - da sehn wir den Herzog von Cambridge. (gesprochen Kämbrische!) Der Duke mochte dieses Spiel, er winkte ihnen freundlich, und warf ihnen jedesmal englische Münzen zu. Und wie Opa erzählte nicht nur Pennies, sondern an ganz guten Tagen gelegentlich auch mal eine Guinee.

      Und Opa,dieser wunderbare Erzähler, erzählt seinem Enkel die Abenteuer der englischen Seefahrer, mit besonderer Intensität und vielfach nachgefragt, die Geschichten von Drake, Frobisher und Hawkins als Freibeuter der von Ihm sehr verehrten Königin Elizabeth Tudor. Natürlich auch die Geschichte des Untergangs der Armada.
      So etwas könnt Ihr, Mylord, eine "Sir Francis Drake Prägung" nennen. :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :D :D :D

      Schluß nun mit den ollen Kamellen. Sonst bin ich gleich ganz und gar of topic

      Es gibt nichts wirklich bildträchtiges zu berichten. Das Spantengerüst wird nach und nach mit Sperrhalzteilen ausgefüllt und das Ganze dann geschliffen.








      Muß natürlich eingermaßen ordentlich gemacht werden ist aber wegen der nur teilweise möglichen Absaugung des Schleifstabes eine schöne "Sauerei" .Aber was solls, das gehört nun mal dazu.

      Die restlichen Felder werden wohl am Wochende fertig werden. Dann kommt die "Spachtel- und Schleiforgie".

      Schluß für Heute

      Cheers

      Angarvater
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    • Angarvater schrieb:

      Ha! Stellt Euch vor, Lord Croidon Ihr hättet einen Hamburger zum Vater der anglophil durch und durch ist, und in diesem Zusammenhang wichtiger, einen Großvater der aus einer alten hannöverschen Familie stammt, und von Beruf Bildhauer und Steinmetz, viele Jahre vor 1914 an der Gestaltung und Restauration englischer Schlösser und Kirchen gearbeitet hat. Insbesonders an denen die der Familie des Duke of Cambridge, der ja auch Schirmherr des von Preußen besetzten Königreich Hannovers war, gehören.
      Da kann ich, mit meiner Fernsehschädigung, natürlich nicht mithalten :wf:
      Aber das Schiffchen läßt sich weiter gut an :thumbsup:
      Ha ... Hmm ...
    • Aye, Mates,

      Der "Rohbau" nimmt so langsam Formen an. Spannend ist bei dieser Bauweise, bei der ich die Felder zwischen den Spanten mit Sperrholzl fülle, daß ich beim Schleifen mich gleichzeitig in die Formen des Rumpfes einarbeite. Sehr interessant ist dabei zu erfühlen, daß dieser Galeonsrumpf doch deutlich anders geformt ist als die bisher von mir gebauten "moderneren" Schiffe des 18.Jahrhunderts.



      Insbesondere das Plattgattheck mit dem im Verhältnis sehr hohen Achterkastell ist zu anfangs recht ungewöhnlich herzustellen.



      Cheers!!!

      ANgarvater
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    • Aye,Mates!

      Die großen "Rohbauarbeiten" sind erst einmal durch, inklusive zweimal Spachten und Schleifen.

      Hier ein kleiner Überblick über den Rumpf











      Freundlicherweise hat Fa. Horschig das bestellte Holz in sehr guter Qualität geliefert, sodaß ich in den nächsten Tagen mit den "schönen" Arbeiten des Beplankens und dergleichen mehr anfangen kann.

      Best regards

      Angarvater
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    • @ Lord Croidon
      Diese Galeonen haben wirklich sehr eigenwillige Formen. Beim Bauen habe ich bisher schon sehr aufpassen müssen um mich in diese lustigen Rundungen und Schwünge einzuarbeiten. Einwenig erinnert mich das Schiffchen an die genau so verrückten Formen der Mittelmeerschiffe. Aber ich denke, daß dies ganzen Pötte ja auch aus den alten mediteranen Bauformen entstanden sind. Ich will nicht sagen entwicklet worden sind. Sieht mir mehr danach aus als hätte man auf bekannte Rümpfe immer noch mal ein Bißchen was draufgebastelt. Dementsprechend anfällig waren die Dickschiffe der Spanier z.B.während der Armadakampanie für die Seebedingungen im Kanal und der Nordsee. Drakes Schiff war ja demgegenüber schon deutlich schlanker und nicht mit ganz so klotzigen Achter- und Vorderkastellen versehen.
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    • Angarvater schrieb:

      Sieht mir mehr danach aus als hätte man auf bekannte Rümpfe immer noch mal ein Bißchen was draufgebastelt.
      Eigentlich spiegeln die Tudorgaleonen - spätestens ab Elisabeth - eher den Paradigmenwechsel des "nehmen wir lieber wieder ein bißchen runter".
      Ich denke, meine Irritationen bei Deiner "Kleinen" liegen wirklich in der Bautechnik und legen sich schnell, wenn sie ihre endgültige Gestalt annimmt. :thumbup:

      Nur zur Weiterbildung eines Laien: Werden Teile des (Spanten-)Gerüsts, noch entfernt. sobald das Modell mehr Stabilität hat? Und hast du alle Bereiche, die später beplankt werden unterfüttert - oder nur die die man, wo man dann nicht hinter schauen kann?
      Ha ... Hmm ...
    • Nicht umsonst haben sich die spanischen Seeoffiziere über die englischen Spielzeugschiffe amüsiert. Allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt zu dem die Briten deutlich besser Höhe laufen konnten und weniger Abdrift hatten. Nun ja, da gab es aus spanischer Sicht dann schon mal ein Problem.

      Zum Bau: die oberen Linien des Rohbaues liegen derzeit noch unter den endgültigen Linien. Von der Stabilität her könnte ich jetzt die Hilfsstützen und Querhölzer entfernen. Die Füllungen bleiben dort wo auch innen beplankt wird erhalten, werden natürlich noch auf Maß und Biegung getrimmt.
      Weiter zu machen ist in verschiedenen Schritten möglich. Ich bevorzuge es bei diesem relativ kleinen Schiff jetzt die Außenbeplankung mit den Barghölzern bis zum Großdeck hochzuziehen, dann das Deck zu beplanken und mich dann Etage für Etage nach oben zu arbeiten.

      Cheerio!

      Angarvater
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    • Entgegen meiner usprünglichen Absicht habe ich die Aussenbordwände jetzt doch bis in Höhe des Poopdecks hochgezogen. Für Weiteres muß ich noch klären, ob die Bordwand auf der Poop vollständig oder durchbrochen war. Es gibt hier in allen mir bekannten Plänen einen deutlichen Widerspruch. Entweder liegt das Hüttendach unter der Poop zu hoch oder die Schanz ist dort vollständig geschlossen. Daraus entsteht im Augenblick gar kein Problem, da ich erstmal reichlich Arbeit habe die Beplankung hochzuziehen.

      So, hier drei Bilder vom fertigen "Rohrumpf".







      Als Nächstes lege ich die Verläufe der Barghölzer fest, und mache den Kiel. Da ich noch ein paar schöne Stücke eines Mahagoniholzes liegen habe werde ich Kiel, Barghölzer und die sichtbaren Decksbalken daraus machen.

      Best regards

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    • Aye, Mates,

      Als nächstes waren der Kiel, das Gallionsscheg und die Barghölzer herzustellen.

      Diese Teile mache ich aus einer Mahahgoniart. Also: Material aus dem Holzstück schneiden und dann mit dem Dickenhobel auf das jeweils benötigte Maß zurichten. Gebogen wird nach kräftigem Wässern mittels eines mit einem Lötkolben beheizten Plankenbiegers von der Fa. GK Modellbau, der sich bei mir seit Jahren gut bewährt hat.

      In Anlehnung an die üblichen Verfahren habe ich den Innensteven möglichst so gestaltet, daß es zu einem langen Faserverlauf kommt. Der Kiel besteht aus 8,5 x 10mm



      Für die Sponung habe ich ein 2mm Holz auf den Rumpf aufgeleimt. Auf dieses Teil wird dann der Kiel aufgebaut. Ich verwende für diese Leimungen den "Propellerleim" von Bindan da der auch ohne Pressung eine recht hohe festigkeit entwickelt.






      Zur formschlüssigen Aufnahme des Gallionsscheg dient die Fräsung im Binnenvordersteven



      Die Barghölzer lege ich vor dem Beplanken auf. Eine nette Biegearbeit. Die Barghölzer bestehen aus 4,5 x 6,5mm starken Leisten, und lassen sich, sofern man einwandfreis Holz nimmt und auf den Faserverlauf achtet, langsam und vorsichtig rgut biegen.
      Das Gallion entspricht in seiner Konstruktion den lange Zeit nach der Golden Hindden der immer noch gefertigten mediteranen Bauweise. (Siehe auch meine Pinco Gianna. Eine Konstruktion die in England sehr bald durch den Einbau der Gallionsregeln modifizert und damit deutlich verstärkt wurde.









      Soweit der Bericht.
      Zu Biegen noch einiges ist. Möge das Holz krumm werden!

      Cheers Angarvater
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